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Filmemacher wehren sich gegen neue Netflix-Funktion

 
 

Netflix gab kürzlich bekannt, dass derzeit eine neue Funktion ausgetestet wird. Damit können Benutzer Filme und Serien in unterschiedlichen Geschwindigkeiten abspielen. Jetzt stößt dieser Versuch aber auf sehr heftigen Widerstand. Besonders für Filmemacher ist die neue Netflix-Funktion offenbar ein Dorn im Auge.

Kürzlich wurde darüber berichtet, dass Netflix aktuell bei einer kleinen Gruppe von Android-Nutzern eine Funktion austestet. Der gestreamte Content lässt sich damit auch in 0,5-facher, 0,7-facher, 1,25-facher und 1,5-facher Geschwindigkeit abspielen lässt. Ein ähnliches System kennen auch Podcast-Nutzer, um noch mehr Folgen in kurzer Zeit zu hören. Der Streaming-Riese geht wohl davon aus, dass sich auch die eigenen User darauf einstellen würden. Aber nicht jeder ist von der Neuerung wirklich begeistert. Warum wehren sich so viele Filmemacher gegen die neue Netflix-Funktion?

Besonders auf Twitter wetterten jetzt mehrere Kritiker gegen das System. Denn auch wenn es sich noch um einen Feldversuch handelt, kann dieser ganz schnell zu einem festen Feature werden. Ant-Man Regisseur Peyton Reed spricht auf seinen Sozialen Medien ganz offen: "Liebes Netflix, das ist eine furchtbare Idee und jeder Regisseur, den ich kenne, wird dagegen kämpfen. Mit freundlichen Grüßen, Peyton Reed."

Einige Nutzer behaupteten als Antwort, dass Netflix für die Inhalte immerhin auch bezahlt. Man könnte also argumentieren, dass sie mit den Inhalten machen können, was ihnen gefällt. Aber auch dafür hat Judd Apatow eine Antwort parat: "Die meisten Dinge lizenzieren sie ja nur für eine bestimmte Zeit.  Und glaubt mir, die Macher von Friends, The Office oder The Irishman werden es nicht cool finden, wenn man sich die Sachen mit einem Speed-Knopf ansehen lassen.  Da könnte man genauso gut auch den Ton entfernen und die Leute ihre eigene Tonspur aufnehmen lassen."


Weitere Filmemacher wehren sich ebenfalls gegen die neue Netflix-Funktion und starten erste Hashtag-Bewegungen. Sicherlich gibt es für beide Seiten gute Argumente. Was meint ihr zu der Situation: Sollten die Netflix-User einfach machen können, was immer sie wollen? Oder sollte man an dieser Stelle auch Rücksicht auf die Macher nehmen, die die Kontrolle über ihr Werk behalten wollen?

Quelle: Twitter

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Autor: unbekannt